Mercedes Hering

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W-Seminar Emil Rathenau

Abitur - Jahrgang 2013 / 15 Lehrkraft: Hermann Heindl

Mercedes Hering

Von Hardenberg zu Rathenau: Die Entwicklung eines neuen Unternehmertypus

Die Idee

Den Ansporn in meiner Seminararbeit über die unternehmerische Tätigkeit Rathenaus zu berichten und dessen Ursprung in den Preußischen Reformen zu suchen geben mir genau zwei Dinge:

  1. Meine Begeisterung für Geschichte - hier Wirtschaftsgeschichte - und Zusammenhänge zwischen verschiedenen Ereignissen.
  2. Ein Satz auf den ich gestoßen bin, als wir uns während des vorbereitenden Unterrichts die Aufgabenstellung gestellt wurde, eine Kurzbiographie über den doch relativ unbekannten Emil Rathenau zu verfassen. Ich las auf einer Internetseite, dass
"Im Gegensatz zu Siemens, der meist gestützt auf eigene Erfindungen in neuen Märkten operiert, Rathenau Patente [aufkauft] und technischen Vorsprung durch aggressive Marketing- und Absatzstrategien [ersetzt]."[1]

Dieser gravierende Unterschied zwischen den beiden hat mich so fasziniert, dass ich mich gefragt habe ob wohl eine Entwicklung ist vom Erfinder-Unternehmer zum Manager und Marketingexperten als Unternehmertypus nach der Industrialisierung zu erkennen ist.
Danach habe ich mich gefragt, wie es eigentlich dazu gekommen ist, dass sich Unternehmer mit ihrem Geschäft etablieren konnten und dadurch bin ich auf die Stein-Hardenbergschen Reformen gestoßen. Diese sind jedoch so umfangreich und wirkungsvoll gewesen, dass es mir unmöglich ist den Inhalt von mehreren Fachbüchern, Lexika und Artikeln mit einem Gliederungspunkt in meiner Seminararbeit abzuhandeln, sodass ich die Preußischen Reformen zwar erläutern, mich aber auf die Gewerbefreiheit als zentrale Errungenschaft von Stein und Hardenberg konzentrieren möchte.
Der Titel "Von Hardenberg zu Rathenau" ergibt sich aus der Schwerpunktsetzung.
Heinrich Friedrich Karl vom und zum Stein besetzte das Amt des preußischen Minister für Wirtschaft und Finanzen ab 1807 bis er 1808 auf Grund seiner antinapoleonischen Haltung aus diesem gedrängt wurde. In seine Regierungszeit fallen das Oktoberedikt zur Bauernbefreiung und die Städteordnung [2](nähere Informationen: http://www.wirtschaftslexikon24.com/d/stein-hardenbergsche-reformen/stein-hardenbergsche-reformen.htm). Als Karl August von Hardenberg (nach einer Regierungsphase unter der Karl vom Stein zum Altenstein) 1810 das Amt des Staatskanzlers übernahm, wurden die Agrarreform vollendet, eine Gewerbereform durchgesetzt und das Emanzipationsedikt für jüdische Mitbürger als gesellschaftliche Reform eingeführt.[3][4]
Aus diesem Grund wird die Bedeutung Hardenbergs für die Preußischen Reformen hervorgehoben, wobei es unumstritten ist, dass Stein den Grundstein (nein, kein Wortspiel) für diese gelegt hat.

Hier die Kurzbiographie Emil Rathenaus
Datei:Kurzbiografie Emil Rathenaus.docx

Diese Datei beinhaltet eine kurze Vorstellung der Beziehung zwischen AEG und Siemens vor 1918
Datei:Beziehung zwischen den beiden führenden deutschen Elektrounternehmen.docx

Arbeitsbericht

22.04. - 27.04.

Mittwoch

  • Universitätsbibliothek Würzburg (http://www.bibliothek.uni-wuerzburg.de/)
  • Entliehen:
    • Fischer, Frank J.: Vom Wissenschaftler zum Unternehmer. Technologieorientierte wissensbasierte Unternehmensgründung, Oldenbourg Verlag, München 2000.
    • Gall, Lothar (Hrsg.): Enzyklopädie deutscher Geschichte, München 2004. Boch, Rudolf: Staat und Wirtschaft im 19. Und 20. Jahrhundert, Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2004, Bd. 70.
    • Gall, Lothar (Hrsg.): Enzyklopädie deutscher Geschichte, München 1994. Pierenkemper, Toni: Gewerbe und Industrie im 19. und 20. Jahrhundert, Oldenborg Verlag, München 1994, Bd. 29.
    • Schmidt, Dorothea: Weder Ford noch Taylor. Zu Rhetorik und Praxis der Rationalisierung in den Zwanzigerjahren am Beispiel dreier Siemens-Werke, Bremen 2003.
→ Von diesem Titel versprach ich mir, dass er mir Einblicke in die Geschäftspolitik des größten Konkurrenten Emil Rathenaus, Werner Siemens, ermöglicht.
Als ich mich in das Buch einlas, erkannte ich dass er diesen Anspruch nicht erfüllt, da es sich in einem anderen Zeitraum bewegt.
  • Strunk, Peter: Die AEG. Aufstieg und Niederlage einer Industrielegende, Nicolaische Verlagsbuchhandlung Beuermann, Berlin 1999.
  • Tilly, Richard H. (Hrsg.): Geschichte der Wirtschaftspolitik. Vom Merkantilismus zur Sozialen Marktwirtschaft, Oldenbourg Verlag, München 1993.
  • Ziegler, Dieter: Die industrielle Revolution, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2005.


Donnerstag



28.04. - 04.05.

Montag



05.05. - 11.05.

Freitag
Aus der Wahl meines Themas geht chronologisch und kausal eine Kette von Ereignissen hervor, die in meiner Seminararbeit näher erläutert werden sollen:

  • Am Anfang stehen die Stein-Hardenbergschen Reformen die im frühen 19. Jahrhundert in Preußen durchgesetzt wurden wobei ich mich speziell auf die Gewerbefreiheit konzentrieren möchte.
  • Danach soll auf die Frage eingegangen werden, was der Begriff „Unternehmertum“ beinhaltet wie es sich entwickelt hat in einem Zeitraum von circa 1810 bis 1912.
  • 1912 ist bezüglich des Rahmenthemas (Emil Rathenau) ein besonderes Jahr, in welchem Emil Rathenau sich teilweise aus der aktiven Geschäftspolitik zurückzieht und sich durch seinen Sohn (Walther Rathenau, Namensgeber unserer Schule) vertreten lässt. Dieser übernimmt nach dem Tod seines Vaters 1915 die Leitung der AEG (Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft).



12.05. - 18.05.

Montag

  • Universitätsbibliothek Würzburg
  • Entliehen:
    • Kunczik, Michael: Geschichte der Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland, Böhlau Verlag, Köln 1997.
    • Bödecker, Erhardt: Preußen und die Marktwirtschaft, Olzog Verlag, München 2006.


Dienstag

  • Stadtbücherei Schweinfurt
  • Entliehen: Ogger, Günter: Die Gründerjahre, Als der Kapitalismus jung und verwegen war, Droemer Knaur, München 1995.
  • Um mit den aus den Bibliotheken entliehenen Werken bequem arbeiten zu können, habe ich beschlossen, die für meine Seminararbeit relevanten Seiten herauszukopieren, um nach belieben darin Textstellen markieren und Notizen hinzufügen zu können. Heute habe ich damit angefangen die Seiten 21 bis 27, 29 bis 33, 35 bis 40, 100 bis 101 und 204 aus "Die AEG, Aufstieg und Niederlage einer Industrielegende" genauer zu untersuchen und Informationen aus diesen zu sammeln. Dieses Buch hilft mir besonders gut weiter, da es genau auf die Fragestellung, was denn Emil Rathenau zu einem modernen Unternehmertyp mache, eingeht. Ich werde diesen Arbeitsschritt (hoffentlich) im Laufe der nächsten Woche veröffentlichen.
  • Während des Lesens wurde mir klar, dass eine Kurzbiographie von Emil Rathenau, vor allem von der Zeit vor der Gründung der DEG (Deutsche Edison-Gesellschaft für angewandte Elektricität), in meiner Arbeit vorhanden sein muss, um seine aggressive und expansive Geschäftspolitik verstehen zu können.
  • Interessant wäre jedoch auch eine Gegenüberstellung zu Rathenaus größtem Konkurrenten Werner von Siemens, dem Begründer der Elektrotechnik und Mitbegründer des 1847 (36 Jahre vor der DEG) gegründeten Unternehmens "Telegraphen Bau-Anstalt von Siemens & Halske".[5]



19.05. - 25.05.

Montag

  • Zur Verfügung gestellt
  • Entliehen: Pohl, Manfred: Emil Rathenau und die AEG, v. Hase & Köhler, 1988 Berlin und Frankfurt am Main.


Freitag

  • Universitätsbibliothek Würzburg
  • Entliehen: Pohl, Hans/Treue, Wilhelm (Hrsg.): Absatzstrategien deutscher Unternehmen. Gestern-Heute-Morgen, Franz Steiner Verlag , Wiesbaden 1982. Zeitschrift für Unternehmensgeschichte, Beiheft 23.
→ Wie in der bereits hochgeladenen Kurzbiographie Emil Rathenaus erwähnt, war dieser bekannt für seine starken Marketing- und Absatzstrategien. Von diesem Buch,
erhoffe ich mir, dass es mir einen Einblick gewährt, wie sich die Absatzstrategien von Unternehmern und ihren Unternehmen in Deutschland entwickelt hat.
  • Kopien gemacht aus (Teilbibliothekbestand): Riedler, Alois: Emil Rathenau und das Werden der Großwirtschaft, Springer, Berlin 1916.
→ In diesem Titel sind viele spannende Fakten über Emil Rathenau und vorallem seine Persönlichkeit enthalten. Es freut ich, dass das Buch 1916 veröffentlicht wurde, da dies
bedeutet dass der Autor Alios Riedler (1850 - 1936)[6] eine zeitgeschichtliche Nähe zu Emil Rathenau hatte und dies sich bestimmt auf die Detailtreue des Geschriebenen auswirkt.
  • Ich habe außerdem daran gearbeitet die bereits kopierten Texte auszuwerten. Leider hatte ich bisher nicht die Zeit, Dateien mit meinen Ergebnissen zu erstellen und sie hochzuladen.

Quellenverzeichnis Arbeitsbericht

  1. http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/RathenauEmil/
  2. http://de.wikipedia.org/wiki/Preu%C3%9Fische_Reformen#Die_Reformpolitik_im_.C3.9Cberblick
  3. http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Friedrich_Karl_vom_und_zum_Stein#Staatsminister_und_preu.C3.9Fische_Reformen
  4. http://de.wikipedia.org/wiki/Preu%C3%9Fische_Reformen#Die_Reformpolitik_im_.C3.9Cberblick
  5. http://de.wikipedia.org/wiki/Werner_von_Siemens#Der_Unternehmer_Werner_Siemens
  6. http://de.wikipedia.org/wiki/Alois_Riedler